3.2.2 Einkauf Umlaufvermögen

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Zur Erfüllung ihres Unternehmenszweckes – der Produktion von Sportgeräten – schließt die PerKol Sportgerät AG zahlreiche Kaufverträge.

Rechtliche Grundlagen

Die Vertragsbedingungen können wie folgt geregelt sein:
– vertragliche Regelung
– Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) 
– gesetzliche Regelungen im BGB.

Welche der Regelungen gilt, wenn mehr als eine Regelung vorliegt, ist durch die Stufenregelung geregelt: 


Vorsteuer


Jede Eingangsrechnung der PerKol Sportgeräte AG enthält eine Umsatzsteuer. Die PerKol Sportgeräte AG zahlt diese an den Verkäufer. Der Verkäufer führt die erhaltene Umsatzsteuer an das Finanzamt ab.
Unternehmen sind jedoch nach dem Steuerrecht keine Endverbraucher und damit nicht umsatzsteuerpflichtig. Unternehmen zahlen jedoch bei jedem Einkauf Umsatzsteuern. Sie erhalten die gezahlte Umsatzsteuer vom Finanzamt wieder zurück.

Hinweis: Es handelt sich bei obiger Grafik um eine Vereinfachung.

Die PerKol Sportgeräte AG verbucht die gezahlte Steuer beim Einkauf nicht als Umsatzsteuer, sondern als Vorsteuer. Das Konto Vorsteuer ist eine Forderung des nicht umsatzsteuerpflichtigen Käufers an das Finanzamt auf Rückerstattung der gezahlten Steuer.

Das Konto Vorsteuer (VSt)

– ist ein Bestandskonto, da es einen Anfangs- und einen Schlussbestand gibt.
– ist ein Aktivkonto, da es sich um einen Vermögenswert handelt.
– ist als kurzfristiger Vermögenswert (Forderungen an das Finanzamt) Umlaufvermögen.
– hat die Kontonummer 2600.

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Umlaufvermögen

ist definiert als kurzfristiges Vermögen mit einer Nutzungsdauer unter 1 Jahr.
Da die Nutzungsdauer einer kurzfristigen Vermögensposition, wie z.B. bei Büromaterial sehr kurz sein kann, ist es wenig sinnvoll diese Vermögenspositionen als Bestandskonten mit Anfangs- und Schlussbestand, sowie Zugängen und Abgängen zu führen. Die Kontenführung von Umlaufvermögen muss daher differenzierter sein.

Einordnung des Umlaufvermögens nach der zeitlichen Nutzungsdauer:

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Arten der Kontenführung für Umlaufvermögen:


– kurzfristige Vermögenspositionen, die als Bestandskonten geführt werden.

Bestimmte Konten, wie z. B. Forderungen, Bank, Kasse werden als Bestandskonten geführt, mit einem Anfangs- und einem Schlussbestand, Zugängen und Abgängen. Diese Konten werden in der Bilanz als Umlaufvermögen ausgewiesen.

Bestandskonto Kasse:

Das Konto Kasse steht mit seinem Schlussbestand in Höhe von 1.682,50 als Umlaufvermögen in der Bilanz.

– kurzfristige Vermögenspositionen, die als Aufwandskonten geführt werden:

Büromaterial und Verpackungsmaterial sind kurzfristige Vermögenswerte, die nicht als Umlaufvermögen erfasst und in der Bilanz ausgewiesen werden. Es wird unterstellt, dass sie nach dem Einkauf zeitnah verbraucht werden und werden daher als Aufwand verbucht. Dies hat den Vorteil, dass weder Anfangs- und Schlussbestände noch Zugänge (Einkäufe) und Abgänge auf einem Aktivkonto erfasst werden müssen.

>>>>>> Erstellen Sie den Buchungssatz zu nachfolgenden Geschäftsfällen.

– kurzfristige Vermögenspositionen, die als Bestands- und Aufwandskonten geführt werden.

Für die kurzfristige Vermögensposition Werkstoffe gibt es ein Aufwandskonto und ein Bestandskonto.

Werkstoffe als Bestandskonten- Kontenklasse 2:

Werkstoffe als Aufwandskonten – Kontenklasse 6:



Werkstoffarten:
– Rohstoffe/Fertigungsmaterial (R) sind direkter und wesentlicher Bestandteil des Fertigerzeugnisses.
– Fremdbauteile (FB) sind vorgefertigte Bauteile, die ohne weitere Bearbeitung bei der Herstellung eines Fertigerzeugnisses eingesetzt werden.
– Hilfsstoffe (H) sind direkter Bestandteil des Fertigerzeugnisses, aber von geringer wertmäßiger Bedeutung.
– Betriebsstoffe (B) sind nicht Bestandteile des Fertigerzeugnisses und werden bei der Herstellung verbraucht.


Hinweis: das Konto 20X0 steht im Weiteren stellvertretend für alle Werkstoffvorräte auf Lager und das Konto 60X0 steht stellvertretend für alle Einkäufe von Werkstoffen.

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Werkstoffe als Bestandskonten- Konto 20X0:

Hinweis: Im Weiteren geht es nur um Werkstoffe als Aufwandskonten.

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Werkstoffe als Aufwandskonten – Konto 60X0

Vereinbarung klein

Während des Geschäftsjahres gilt die Annahme, dass alle im Geschäftsjahr eingekauften Werkstoffe im selben Geschäftsjahr in der Produktion verbraucht werden.

Unter der Annahme des Verbrauchs der Werkstoffe im selben Geschäftsjahr, wird der Einkauf von Werkstoffen während des Geschäftsjahres als Aufwand verbucht.

Aufwandskonten beim Einkauf von Werkstoffen im IKR:

Zu den jeweiligen Aufwandskonten beim Einkauf von Werkstoffen 60X0 gibt es die beiden Unterkonten 60X1 Bezugskosten und 60X2 Nachlässe. Als Unterkonten zum Aufwandskonto 60X0 stehen obige Konten im IKR eingerückt unter dem Hauptkonto.

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